PSD2: Ein Erdbeben im europäischen Banking

Viele Banken sehen die neue Zahlungsdiensterichtlinie PSD2, die am 1. Jänner 2018 in Kraft treten soll, als Bedrohung für ihr Geschäftsmodell. Die Richtlinie soll neuen Mitbewerbern wie Fintechs den Marktzugang erleichtern und zugleich Zahlungen sicherer machen.

Bei einer Umfrage von Strategy& glaubten 68 % der teilnehmenden Banken, dass ihre Position durch PSD2 geschwächt werden würde. Ebenso viele befürchteten, dass darunter der Kundenkontakt leiden würde. Manche Banken bereiten sich indes bereits durch Kooperationen mit Fintechs bzw. durch Übernahmen auf den Wandel vor.

Lesen Sie den Bericht von „The Economist“ zu diesem Thema: „Levelling the paying field: An earthquake in European banking“

Fintech-Segmente und Fintech-Innovations-Quadrant (Infografiken)

Viele Websites und Blogs befassen sich mit Fintechs und ihren Innovationen. Die folgenden Infografiken und Erläuterungen wurden mit Informationen von Venture Scanner und den Experten von paymentandbanking zusammengestellt.

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Venture Scanner erfasst 16 verschiedene Fintech-Kategorien.

  1. Banking Infrastruktur
  2. Firmenkredite
  3. Consumer und Commercial Banking
  4. Konsumentenkredite
  5. Zahlungsdienste (Konsumenten)
  6. Crowdfunding
  7. Eigenkapitalfinanzierung
  8. Finanzanalyse und Daten
  9. Sicherheit von Finanztransaktionen
  10. Institutionelle Investments
  11. Internationale Überweisungen
  12. Backend und Infrastruktur Lösungen für Payments
  13. Persönliches Finanz Management (PFM)
  14. Point of Sale Zahlungen
  15. Geld- und Vermögensanlage-Retail
  16. Werkzeuge für kleine und mittlere Unternehmen

paymentandbanking hat folgende Unterteilung für Fintechs getroffen:

  1. Payment: Zahlungsdienste
  2. Donations: Spenden, Zuwendungen (z.B. auch Crowdfunding für künstlerische Projekte)
  3. Insurance: Versicherungs-Fintechs
  4. Bitcoin: Unternehmen, die sich mit der Kryptowährung beschäftigen
  5. E-Commerce
  6. Credit: Kreditvergabe
  7. Ident: Online-Identifizierungsmethoden
  8. Order/Cash: Zahlungssysteme am Point of Sale
  9. Banking
  10. Savings: Veranlagungs-Fintechs
  11. Accounting: Buchhaltung
  12. Immo: Immobilien-Fintechs
  13. PFM: Personal Finance Management
  14. Tools: Unterstützende Programme zur z.B. Zahlungsdurchführung
  15. P2P: Peer to Peer-Anbieter (z.B. Kreditvergabe unter Privatpersonen)
  16. API-Banking: Bankinganwendungen über API-Schnittstellen
  17. Factoring/Collection: Rechnungsvorfinanzierung, Factoring, Inkasso
  18. Rating/Risk: Rating, Bonitätsüberprüfung, Risikoeinschätzung

Die immer aktuell gehaltene Infografik für den DACH-Raum kann hier eingesehen werden…

Der Fintech-Innovations-Quadrant soll die unterschiedliche Wertigkeit im Hinblick auf Alter und Fundinghöhe zum Ausdruck bringen:

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Die einzelnen Quadranten sind wie folgt definiert:

  • Schwergewichte (rechts oben; hohes durchschnittliches Funding und hohes Durchschnittsalter): „Erwachsene“ FinTech-Unternehmen mit signifikanter Finanzierung.
  • Etablierte (links oben; niedriges durchschnittliches Funding und hohes Durchschnittsalter): „Erwachsene“ FinTech-Unternehmen ohne signifikante Finanzierung.
  • Disruptoren (rechts unten; hohes durchschnittliches Funding und niedriges Durchschnittsalter): Junge, unausgereifte FinTech-Unternehmen mit signifikanter Finanzierung.
  • Pioniere (links unten; niedriges durchschnittliches Funding und niedriges Durchschnittsalter): Junge unausgereifte FinTech-Unternehmen ohne signifikante Finanzierung oder in der Frühphase der Finanzierung.

Studie: 68 Prozent der Banken wollen mehr auslagern

Sieben von zehn Banken in Deutschland wollen weitere Aufgaben auslagern. 17 Prozent davon sprechen von Auslagerungen im größeren Umfang. Die Institute rechnen jedoch mit steigendem Aufwand, um beim Outsourcing die rechtlichen Vorschriften einzuhalten. Der Grund: Extern durchgeführte Tätigkeiten und zugekaufte IT-Systeme müssen künftig stärker überwacht werden. Das ist das Ergebnis einer Studie von Procedera Consult zur kommenden MaRisk-Novelle. 100 Fach- und Führungskräfte wurden befragt.

Kopfzerbrechen bereiten vor allem die bestehenden Verträge mit Dienstleistern. Solche Kontrakte werden häufig mit langer Laufzeit abgeschlossen. Viele der damals getroffenen Vereinbarungen dürften allerdings schon bald dem Aufsichtsrecht zuwiderlaufen. So müssen Banken einmal pro Quartal aktuelle Kennzahlen über die Risiken, die ein Geldhaus etwa bei der Vergabe von Krediten eingeht, an die Behörden übermitteln. Bis vor kurzem hat dafür noch ein jährlicher Rhythmus mit geringeren Kosten ausgereicht. „Jede dritte Auslagerung muss auf den Prüfstand“, schätzt Sven Müller, Experte für Finanzmarktregulierung bei Procedera Consult.

Auslagerungen ziehen insgesamt die höchsten Kosten nach sich, wenn es darum geht, die MaRisk-Novelle umzusetzen. 79 Prozent rechnen mit zusätzlichen Investitionen, um sich auf die neuen Anforderungen der BaFin vorzubereiten. Allerdings geht kaum jemand davon aus, dass die Institute bestehende Auslagerungen zurücknehmen. 21 Prozent der Bankmanager rechnen eher damit, allenfalls vereinzelt bereits ausgelagerte Aktivitäten wieder selbst zu übernehmen. „Outsourcing hat sich für vielen Banken bewährt“, sagt Müller. „Jetzt kommt es darauf an, diese Aktivitäten effektiv zu steuern.“

69 Prozent der Banken erwarten, zu diesem Zweck die Verantwortlichkeiten innerhalb der Organisation neu regeln zu müssen. 67 Prozent planen zudem eine eigenständige Abteilung, um bestehende Auslagerungen zentral zu überwachen. So sollen die Fachbereiche entlastet werden. Denn die haben künftig kaum noch die Zeit, um sich um komplizierte Regelungen wie etwa Weiterverlagerungen zu kümmern. 59 Prozent sehen diesbezüglich Handlungsbedarf, ebenso wie bei Notfallplänen, falls ein Dienstleister plötzlich ausfällt.

Über die Studie

Procedera Consult hat 100 Fach- und Führungskräfte deutscher Banken online zur MaRisk-Novelle 2017 befragt. Die Antworten stammen zum größten Teil aus den Abteilungen Risiko-Controlling, Kreditwesen, IT, interne Revision, Bankorganisation, Vertrieb und Kundenservice. Dabei weisen die teilnehmenden Institute eine Bilanzsumme von weniger als einer Milliarde Euro bis hin zu mehr als zehn Milliarden Euro auf.

Zinsland geht als erste deutsche Immobilien-Crowdinvesting-Plattform nach Österreich

Seit Gründung vor zwei Jahren hat die auf Immobilien spezialisierte Crowdinvesting-Plattform Zinsland 23 Projekte vorgestellt und mehr als 16 Millionen Euro von Online-Anlegern eingesammelt. Als erstes deutsches Unternehmen gehen die Immobilienexperten nun nach Österreich und bieten Investoren Bauvorhaben in beiden Ländern auf zinsland.de an. Den Startschuss in Österreich bildet das Projekt „Burggasse Wien“.

Das Projekt „Burggasse Wien“ befindet sich am Spittelberg in Wien. Es besteht aus vier Luxus-Domizilen im Dachgeschoss eines repräsentativen Eckgebäudes im Gründerzeitstil. Baubeginn der Maisonette-Wohnungen mit Größen von etwa 104 bis 126 Quadratmetern ist im Sommer 2017, die Fertigstellung ist für Herbst 2018 geplant. Projektentwickler ist die Avoris Immobilienentwicklungs GmbH aus Wien. Die Laufzeit beträgt 24 Monate bei einer jährlichen Verzinsung von 6,75 Prozent. Die Finanzierungssumme der Online-Tranche beträgt 500.000 Euro, die gesamten Baukosten circa 3,07 Millionen Euro.

„Der österreichische Immobilienmarkt entwickelt sich seit Jahren ausgesprochen gut und ist deshalb für institutionelle wie private Anleger auch aus Deutschland sehr interessant. Wir freuen uns um so mehr, als erste deutsche Plattform eine Niederlassung in Österreich zu gründen und nun Anlegern aus beiden Ländern renditestarke Projekte präsentieren zu können. Ich danke Dominik Peherstorfer und seinem Team von Avoris, dass wir dieses Vorzeigeprojekt in der Hauptstadt gemeinsam realisieren. Es hätte zum Start kein besseres Objekt geben können“, sagt Carl von Stechow, Gründer und Geschäftsführer von Zinsland.

PHH Prochaska Havranek Rechtsanwälte begleitete Zinsland bei der Öffnung der Plattform für den österreichischen Markt. „Die österreichspezifischen rechtlichen Themen sind nicht zu unterschätzen“, so Annika Wolf von PHH Rechtsanwälte. „Zu diesen Themen zählen beispielsweise die Informations- und Aufklärungspflichten, die eine Plattform gegenüber ihren Investoren hat. Die Dokumente und auch der Investitionsprozess müssen für österreichische Investoren angepasst werden.“

Zinsland, Tochterunternehmen der Civum GmbH, ist eine Crowdinvesting-Plattform für Immobilien-Projektentwicklungen. Über die Plattform können Anleger direkt in Projektentwicklungen investieren. (JF1)

 

Roland Berger erwartet Durchbruch für Blockchain

Der Finanzbranche steht voraussichtlich in wenigen Jahren die nächste Umwälzung bevor. Die Unternehmensberatung Roland Berger geht davon aus, dass die Ende des vergangenen Jahrzehnts erfundene Blockchain-Technologie in drei bis fünf Jahren ihren Durchbruch erlebt.

Die Folge für die Finanzbranche könnten nach einer neuen Studie der Münchner Berater sowohl Milliardeneinsparungen als auch eine potenziell existenzbedrohende Herausforderung für manche Unternehmen sein. Andere Unternehmensberatungen gehen von ähnlichen Szenarien aus. Und wie schon bei anderen Internet-Technologien hinkt Europa der weltweiten Konkurrenz hinterher: „Es ist wichtig, dass Europa hier drei Gänge zulegt, ansonsten werden die Geschäftsmodelle aus Asien und Amerika den weltweiten Markt erobern“, sagte Studienkoautor Sebastian Steger.

Blockchain ist seit einigen Jahren in der Finanzbranche in aller Munde, bekanntestes Beispiel ist die Digitalwährung Bitcoin. Eine Blockchain ist eine große Datenbank, die nicht auf einem einzigen Server liegt, sondern dezentral auf viele Rechner verteilt ist – und jeder Teilnehmer hat im Prinzip die gleichen Zugriffsrechte.

Der zweite Punkt: Die Software kann mit automatischen Handlungsanweisungen gekoppelt werden, wie Steger sagt. „Die Verbindung dieser zwei Aspekte hat aus unserer Sicht ein Riesenpotenzial für die gesamte Wirtschaft“, meint der Berater. Das Schlagwort dafür heißt „smart contract“; ein via Internet geschlossener Vertrag, der sich bei Erfüllen der Vertragsbedingung selbst einlöst. „Viele Transaktionskosten können auf nahezu null reduziert werden, das wird schwierig für teure Intermediäre“, sagt Steger.

Die Blockchain-Technologie und „smarte“ Verträge haben einen analogen Vorgänger, den Bankwechsel: Der Aussteller notierte auf einer Urkunde die Zahlungsanweisung für den Empfänger. Der Wechsel berechtigte dann den Empfänger, die genannte Summe einzulösen.

Wie das Beispiel Bitcoin zeigt, lässt die Blockchain-Software nicht nur Datenübertragung zu, sondern auch die Schaffung einer digitalen Währung – die Technologie verfüge über das Potenzial, ökonomische Werte statt nur Informationen über ökonomische Werte via Internet zu übertragen, sagt Markus Tradt, IT-Ingenieur bei der Münchner Rück. Der weltgrößte Rückversicherer und andere große Unternehmen wie die Allianz haben kürzlich die unternehmensübergreifende Blockchain-Initiative B3i gestartet.

Das abstrakte Modell lässt sich am konkreten Beispiel leichter erklären: Wer online bezahlen will, braucht dafür ein Konto – bei einer Bank oder einem Online-Bezahldienst wie Paypal. In armen Ländern wird das Wirtschaftswachstum unter anderem dadurch gehemmt, dass es gar kein oder nur ein rudimentäres Finanzwesen gibt.

Funktionierende Handynetze gibt es aber sogar in kriegs- und krisengeschüttelten Ländern wie Afghanistan und Somalia. Mit Blockchain-Apps ist es denkbar, Geld ohne Bank von Mensch zu Mensch zu schicken. Die Empfänger könnten den entsprechenden Betrag dann bei anderen autorisierten Teilnehmern eines Blockchain-Netzwerks in Bargeld eintauschen oder für Online-Einkäufe verwenden, schreiben die Roland Berger-Berater in ihrer Studie.

Bezahldienste sind aber keineswegs die einzige denkbare Anwendung. „Mit Hilfe dieser Technologie lassen sich viel mehr Transaktionen abwickeln, nicht nur Geldtransfers“, sagt Steger. So ist am Finanzmarkt ist bisher eine Fülle von Zwischeninstanzen tätig – etwa Clearinghäuser, die Wertpapiergeschäfte für Käufer und Verkäufer abwickeln und dafür Gebühren verlangen. Würde sich Blockchain weitverbreiten, „könnten viel oder alle dieser Intermediäre eliminiert werden, ebenso wie die damit verbundenen Kosten und Zeitverzögerungen“, argumentieren die Roland Berger-Berater. „Der Durchbruch der Blockchain wird allerdings nicht morgen kommen, aber in drei bis fünf Jahren“, sagt Steger.

Die Münchner Rück gehe davon aus, dass Blockchain „die Versicherungsindustrie durch eine gemeinsame, transparente Dokumentation vertragsrelevanter Informationen nachhaltig beeinflussen“ kann, wie IT-Ingenieur Tradt sagt. „Sie ermöglicht es uns, neue Produkte zu entwickeln, neue Risiken zu versichern und neue Märkte zu erschließen.“ Vorteile bringen soll die Blockchain-Technologie aber auch für die Kunden: „Auf Seiten der Konsumenten wird sich dies in kürzeren Bearbeitungszeiten, rascherer Schadensregulierung und günstigeren Prämien bemerkbar machen.“/cho/DP/he

Kredite für Scheidung höher als für Hochzeit

Für eine Scheidung nehmen Kunden des Vergleichsportals CHECK24 im Schnitt einen um 17 Prozent höheren Kredit auf (Ø 10.682 Euro) als für eine Hochzeit (Ø 9.106 Euro).*) Neben den gängigen Verwendungszwecken für Ratenkredite wie Umschuldung, Autokauf oder Ausgleich des Dispokredits hat CHECK24.de zehn überraschende Verwendungszwecke seiner Kunden betrachtet.

Verschönerungen im und um das Haus lassen sich Verbraucher etwas kosten: Für Renovierungsarbeiten schlossen CHECK24-Kunden im Schnitt Kredite in Höhe von 10.674 Euro ab. Für die Umgestaltung des Gartens nahmen sie Kredite in Höhe von durchschnittlich 9.103 Euro auf.

Auch ein gepflegtes Äußeres ist Verbrauchern wichtig. Kunden, die sich für eine Schönheitsoperation entschieden, nahmen Darlehen von durchschnittlich 5.989 Euro auf. Für Zahnersatz beantragten Verbraucher eine Kreditsumme in Höhe von durchschnittlich 5.151 Euro.

Auch ausgefallenere Wünsche finanzierten Kunden mit einem Kredit, darunter beispielsweise ein Ganzkörpertattoo oder ein mannsgroßes Plüschtier.

*)Betrachtet wurden alle 2016 über CHECK24.de abgeschlossenen Kredite nach näheren Kundenangaben beim Verwendungszweck „freie Verwendung“.

Kredite für Scheidung höher als für Hochzeit

 

Mastercard enthüllt die nächste Generation der biometrischen Karte (Infografik)

Mastercard hat die nächste Generation der biometrischen Karte vorgestellt. Dabei kombiniert Mastercard Chip-Technologie mit Fingerabdrücken, um Karteninhabern einen einfachen und sicheren Authentifizierungsprozess in Geschäften zu ermöglichen.

Die weiterentwickelte Technologie hat ihre ersten globalen Testphasen in Südafrika abgeschlossen – in Kooperation mit Pick n Pay, einer führenden Lebensmitteleinzelhandelskette, und der Absa Bank, einer Tochtergesellschaft der Barclays Bank Afrika.

Die neue Karte setzt auf die Technologie des Fingerabdruck-Scans, die bereits für mobile Bezahlungsvorgänge genutzt wird, und verwendet neue biometrische Leser. Dadurch entsteht eine dünnere, flexiblere Karte, die weltweit an allen Bezahlterminals eingesetzt werden kann.

„Verbraucher erleben zunehmend mehr Komfort und Sicherheit durch Biometrie“, sagt Ajay Bhalla, President, Enterprise Risk and Security bei Mastercard. „Ob beim Entsperren des Smartphones oder beim Einkauf online, der einzigartige Fingerabdruck verhilft Verbrauchern zu mehr Sicherheit.“

Vorteile

Eine Zahlung mit biometrischen Daten zu verifizieren – in diesem Fall mit dem Fingerabdruck – ermöglicht einzig und allein dem Karteninhaber mit der Karte zu bezahlen. Händler haben die Möglichkeit das Einkaufserlebnis ihrer Kunden zu verbessern, denn die Karte kann in jedem Kartenterminal verwendet werden und benötigt keine zusätzliche Hardware oder Softwareupgrades.

Kartenherausgebern hilft die Technologie Betrug zu entdecken und vorzubeugen, Zahlungsbestätigungen zu erhöhen, Betriebskosten zu senken und die Kundenbindung zu stärken. Außerdem wird eine zukünftige Version der Karte auch kontaktlos einsetzbar sein und das Bezahlerlebnis noch komfortabler und einfacher gestalten.

So funktioniert es

Der Karteninhaber registriert sich bei seinem Finanzdienstleister für die biometrische Kartennutzung. Anschließend wird der Fingerabdruck in eine verschlüsselte digitale Form umgewandelt und auf der Karte gespeichert. Danach ist die Karte weltweit bei allen Kartenterminals einsatzbereit.

Während des Einkaufs und Bezahlens in einem Geschäft funktioniert die biometrische Karte wie jede andere Chipkarte. Der Karteninhaber führt seine Karte in das Kartengerät ein, legt den Finger auf den integrierten biometrischen Sensor, sodass der Fingerabdruck mit dem gespeicherten biometrischen Abdruck in der Karte abgeglichen werden kann. Stimmen die Abdrücke überein, wird die Transaktion von der Bank des Karteninhabers bestätigt. Während des gesamten Ablaufs gibt der Karteninhaber seine Karte nicht aus der Hand.

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FSI Digital Trends 2017: Banken und Versicherungen vertrauen auf Customer Experience

Aktueller Adobe Report nimmt die Marketing-Trends der Financial Services & Insurance (FSI)-Branche unter die Lupe:

  • 91 Prozent setzen 2017 auf das Kundenerlebnis
  • Targeting und Personalisierung sollen den Weg zum Kunden ebnen
  • Zugriff auf Kundeninformationen für Versicherungen besonders schwierig

91Prozent-FSI-Kundenerlebnis_Newsroom

Ohne überzeugendes Kundenerlebnis an allen digitalen Kontaktpunkten geraten Banken und Versicherungen schnell ins Hintertreffen gegenüber der neuen Online-Konkurrenz dynamischer Fin- und Insurance-Techs. Das haben 91 Prozent der Financial Services & Insurance (FSI)-Unternehmen erkannt und die Customer Experience endgültig zur Top-Priorität erklärt. Dies ist das Ergebnis des weltweiten Reports „Digital Trends 2017 in Financial Services and Insurance“, den das Marktforschungsinstitut Econsultancy im Auftrag von Adobe durchgeführt hat. Die neue Kundenfokussierung wollen die Finanzinstitute demnach vor allem über Targeting und Personalisierung (33 Prozent), gezieltes Customer Journey Management (31 Prozent) und Content Marketing (25 Prozent) erreichen. Und das möglichst konsistent über alle Kanäle: Perfekt aufeinander abgestimmte Digital Marketing-Maßnahmen sind für 98 Prozent der Befragten in den nächsten Jahren das A und O.

„Die Finanz- und Versicherungsbranche befindet sich im Umbruch: Die längst überfällige Fokussierung auf den Kunden hat jetzt auch die Welt der Banken und Versicherungen erreicht. Wie in anderen Branchen genießt die Customer Experience auch bei den Marketern der Finanzwelt in 2017 höchste Priorität. Regulatorische Anforderungen, neue agile Marktteilnehmer und oftmals etwas schwerfällige Unternehmensstrukturen fordern die FSI-Branche dabei jedoch besonders heraus. Umso wichtiger ist es, die vorhandenen Daten intelligent zu analysieren und auf ihrer Basis beeindruckende Kundenerlebnisse zu schaffen. Denn nichts ist so persönlich, wie Finanzen und Versicherungen und braucht daher eine besonders relevante Ansprache der Kunden“, so Stefan Ropers, Managing Director Central Europe bei Adobe.

Eingeschränkter Datenzugriff macht der Finanzbranche das Leben schwer
Eines ist den Marketingverantwortlichen in den Banken und Versicherungen inzwischen klar geworden: Wer seine Kunden nicht wirklich kennt, wird ihnen auch keine maßgeschneiderte Customer Experience bieten können. Knapp drei Viertel von ihnen (73 Prozent) setzen daher in Zukunft verstärkt auf Data-driven Marketing. Besonders scharfe Datenschutzbestimmungen im Finanzsektor machen ihnen dabei das Leben schwer: Nur 64 Prozent haben Zugang und die volle Kontrolle über marketingrelevante Kundeninformationen – in anderen Branchen sind es durchschnittlich 75 Prozent. Insbesondere in Versicherungen (59 Prozent) und im Privatkundengeschäft (62 Prozent) können Marketer nur bedingt auf Kundendaten zugreifen. Besser sieht es hingegen bei der Vermögensverwaltung (72 Prozent) aus.

Im Fokus: Wearables, künstliche Intelligenz und verbesserte Payment-Technologien
Einen Ausweg aus dieser Misere suchen die FSI-Unternehmen zunehmend in alternativen Datenquellen, die weniger streng reguliert sind und gleichzeitig auf die Customer Experience einzahlen: Knapp jeder fünfte Marketingverantwortliche (17 Prozent) setzt in den nächsten drei Jahren auf Lifestyle Data Collection via Wearables und andere vernetzte Geräte aus dem Internet of Things-Kosmos. Zur weiteren Verbesserung der Kundenerlebnisse plant jeweils rund ein Drittel der Marketer zudem den Einsatz von künstlicher Intelligenz und Bots (33 Prozent) und verbesserten Payment-Technologien wie Mobile Wallets oder E-Rezepte (29 Prozent)

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