Deutsche Bank und Mastercard starten mobiles Bezahlen: Das Smartphone als Geldbörse (Infografik)

Bequem im Vorbeigehen zahlen: Kunden der Deutschen Bank können seit 5. April ihr Smartphone auch als Geldbörse nutzen. Als erstes Kreditinstitut in Deutschland bietet die Deutsche Bank in ihrer App „Deutsche Bank Mobile“ mobiles Bezahlen an, und zwar für das Android-Betriebssystem über Nahfunk (NFC – Near Field Communication).

Und so geht es: Die Deutsche-Bank-Mastercard des Kunden wird automatisch in der App angezeigt. Er muss weder eine neue Kreditkarte bestellen noch die SIM-Karte des Smartphones erneuern. In zwei Schritten kann er die Bezahlfunktion freischalten und sofort verwenden. Kunden, die ein Android-Smartphone ab Version 4.4 nutzen und die App geladen haben, können damit weltweit an sechs Millionen Mastercard-Akzeptanzstellen bargeldlos bezahlen.

„Bezahlen mit dem Smartphone ist in Asien, Nordamerika und vielen Ländern Europas wie etwa England und Italien schon üblich. Das wird sich auch in Deutschland durchsetzen, davon sind wir überzeugt. Alle unsere Kunden mit einem Android-Smartphone und einer Deutsche-Bank-Mastercard können von heute an ganz einfach mobil bezahlen“, sagt Jan Lisaus, Leiter Karten und Bezahlsysteme für Privat- und Firmenkunden der Deutschen Bank.

„Die Lösung für mobiles Bezahlen der Deutschen Bank bietet den Konsumenten eine einfache, bequeme und sichere Möglichkeit überall dort einzukaufen, wo kontaktlose Mastercards im Handel akzeptiert werden – in Deutschland und auf der ganzen Welt. Ab 2018 wird kontaktloses Bezahlen an allen Mastercard Akzeptanzstellen in Deutschland möglich sein“, erläutert Arne Pache, Head of Digital Payments and Labs Central Europe von Mastercard.

Zahlungen bis 25 Euro ohne PIN

Bei Beträgen bis 25 Euro reicht es in Deutschland aus, das Smartphone zu entsperren und an das Kassenterminal zu halten. Die Zahlung wird automatisch erfasst und über die Mastercard abgebucht. Der gesamte Bezahlprozess ist verschlüsselt. Karteninformationen werden dabei nicht übertragen. Bei Beträgen von mehr als 25 Euro muss der Kunde wie bei klassischen Kreditkartenzahlungen die PIN der hinterlegten Mastercard am Kassenterminal des Händlers eingeben. Die Zahlungsbestätigung wird dort direkt angezeigt. Zusätzlich wird der Kunde über sein Smartphone informiert, dass die Zahlung erfolgt ist.

Virtuelle Geldbörse: bequemer und sicherer als Bargeld oder Kreditkarte

Wenn der Kunde seine Mastercard für das mobile Bezahlen aktiviert, wird eine Kopie der Karte in der App angezeigt. Zusätzlich speichert das Smartphone des Kunden zehn Zahlenschlüssel für jeweils eine Zahlung (sogenannte Token). Für den Kunden bedeutet das zusätzliche Sicherheit: Für die einzelne Zahlung werden nur Token und dessen Ablaufdatum bereitgehalten, nicht aber die vertraulichen Kreditkarteninformationen. Beim Bezahlen erfolgt die Übergabe des Tokens inklusive des Ablaufdatums in standardisierter, verschlüsselter Form an das Kassenterminal. Die Token sind auch dann verfügbar, wenn das Smartphone einmal nicht im Mobilfunknetz oder im Internet eingeloggt ist. Wenn die Token aufgebraucht sind, werden beim nächsten Einloggen in die App über Internet automatisch zehn neue geladen.

Für Nutzer und Händler bedeutet das, dass bei jedem Kauf, bei dem Deutsche-Bank-Kunden die Mastercard mit einem entsprechenden Smartphone einsetzen, die Sicherheit, Garantien und Zusatzleistungen wie bei jeder Mastercard-Transaktion gewährleistet sind.

Voraussetzungen für mobiles Bezahlen

Damit der Kunde mobil bezahlen kann, benötigt er ein NFC-fähiges Smartphone mit Android-Betriebssystem ab Version 4.4. Zudem muss der Kunde die App „Deutsche Bank Mobile“ auf seinem Smartphone installiert haben. In der App wählt der Kunde die Funktion „Mobiles Bezahlen“ aus, stimmt den Nutzungsbedingungen zu und bestätigt per einmaliger TAN-Eingabe die gewünschte Mastercard-Kredit- oder Debitkarte als Zahlungsmittel – schon ist die Funktion aktiviert. Anders als andere kontaktlose Bezahlverfahren ist das mobile Bezahlen über die App unabhängig vom Netzanbieter möglich. Die Funktion steht zunächst nur für Smartphones mit dem Android-Betriebssystem zur Verfügung, deren Marktanteil in Deutschland laut Statista bei 75 Prozent liegt.

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