• Die Anzahl der Europäer, die regelmäßig ein mobiles Gerät für das Bezahlen nutzen, hat sich seit 2015 verdreifacht (54 % vs. 18 %).
  • 78 %der deutschen Verbraucher zwischen 18 und 24 Jahren nutzen digitales Bezahlen, das heißt, sie verwalten ihr Geld mit mobilen Geräten oder bezahlen damit.

Laut einer neuen Visa Studie hat sich die Zahl der europäischen Verbraucher, die regelmäßig ein mobiles Endgerät – das heißt Smartphone, Tablet oder Wearable – für das Bezahlen nutzen, im letzten Jahr verdreifacht. Aktuell verwenden 54 % der befragten Verbraucher regelmäßig ein mobiles Gerät, um Produkte und Dienstleistungen zu bezahlen. Bei der gleichen Befragung im Vorjahr waren es nur 18 %.

Für die Studie wurden mehr als 36.000 Konsumenten in 19 europäischen Ländern befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Akzeptanz des digitalen Bezahlens in den vergangenen 12 Monaten stark zugenommen hat. Noch vor einem Jahr gaben 38 % der Befragten an, noch nie ein mobiles Endgerät zum Bezahlen benutzt zu haben und dies auch nicht vorzuhaben. Heute ist diese Zahl auf 12 % gesunken.

Die Top Ten der Länder, in denen digitales Bezahlen am weitesten verbreitet ist, lassen sich dabei in zwei Gruppen unterteilen: Auf einer Seite stehen aufstrebende Märkte wie die Türkei oder Rumänien, die neue Technologien mit traditionellen Bezahlmethoden kombiniert und daher schneller adaptiert haben. Auf der anderen Seite stehen weit entwickelte Märkte, insbesondere die nordischen Länder, die neue Technologien unterschiedlich schnell annehmen.

59 % der Deutschen nutzen digitales Bezahlen

In Deutschland nutzen insgesamt 59 % der befragten Verbraucher digitales Bezahlen. 40 % davon nutzen ihre mobilen Endgeräte, um Geld an Familie und Freunde zu überweisen, und 38 % bezahlen damit online bestellte „Take-away“-Mahlzeiten.

Die Befragten fühlen sich insgesamt wohl dabei, mit mobilen Endgeräten zu bezahlen, unabhängig davon, ob es sich um teure oder günstigere Produkte und Dienstleistungen handelt. In Deutschland begleichen 43 % höhere Beträge, beispielsweise für Reisen oder Elektrogeräte, digital. 37 % bezahlen so Bus- oder Zugtickets.

Mobile Banking wächst

Laut der Studie nutzen immer mehr Verbraucher über alle Altersgruppen hinweg Mobile Banking – zum ersten Mal sind dies mehr als die Hälfte der europäischen Befragten. Während Millenials[1] weiterhin die aktivste Gruppe sind, holen andere Altersgruppen schnell auf. Mit 33 % ist das Wachstum bei den 55- bis 64-Jährigen am größten, während es bei den 18- bis 34-Jährigen 24 % beträgt.

In Deutschland hat die Nutzung von Mobile Banking bei älteren Verbrauchern um 83 % zugenommen. Ein Drittel (33 %) der 55- bis 64-Jährigen verwenden ihre mobilen Geräte für Bankgeschäfte, im Vergleich zu 18 % im Vorjahr.

Die stärkere Nutzung von Mobile Banking in Europa hilft Verbrauchern dabei, ihre Ausgaben und finanziellen Verpflichtungen besser im Blick zu behalten. 41 % der befragten Europäer prüfen ihren Kontostand regelmäßig online oder über ihre Banking App.

Albrecht Kiel, Regional Managing Director für Zentraleuropa bei Visa, sagt: „Die Zukunft des Bezahlens hat bereits begonnen. Verbraucher in ganz Deutschland und Europa nutzen schon heute zahlreiche neue Bezahlmethoden wie Wearables, Smartwatches und Armbänder. Mit Millionen vernetzten Geräten wird es in naher Zukunft möglich sein, tägliche Zahlungen einfach und sicher in nahezu jede Technologie zu integrieren und dem jeweiligen Lebensstil anzupassen.“

Kontaktloses Bezahlen ist Basis für digitales Bezahlen

Die zunehmende Nutzung des digitalen Bezahlens hängt mit der wachsenden Verbreitung des kontaktlosen Bezahlens zusammen. Die Studie zeigt, dass kontaktloses Bezahlen mittlerweile über alle Altersgruppen hinweg eine alltägliche Bezahlmethode ist. In Deutschland haben in diesem Jahr mehr als ein Drittel (35 %) der Befragten kontaktlose Karten benutzt, im Vergleich zu 15 % im Vorjahr.

Europaweit sind die Nutzer kontaktloser Karten außerdem weitaus offener für neue Bezahlmethoden als Verbraucher, die nicht kontaktlos bezahlen. Sie sind stärker daran interessiert, mit mobilen Geräten in Geschäften zu bezahlen (52 % der Verbraucher, die kontaktlos bezahlen, vs. 32 % der Konsumenten, die dies nicht tun), über die App eines Händlers einzukaufen (49 % vs. 31 %) oder mit mobilen Geräten ein Essen zu bezahlen (50 % vs. 30 %).

Über die Digital-Payment-Studie

Als Verbraucher, die digitales Bezahlen nutzen (Digital Payment User), wurden solche Konsumenten erfasst, die ihr Mobiltelefon, Tablet oder Wearable verwenden, um ihr Geld zu verwalten oder mit diesen Geräten im Geschäft, online oder über Apps bezahlen.

Durchgeführt wurde die von Visa in Auftrag gegebene Studie vom Meinungsforschungsinstitut Populus. Die Befragung fand zwischen August und September 2016 in 19 europäischen Ländern statt: Österreich, Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Irland, Israel, Italien, Niederlande, Norwegen, Polen, Rumänien, Slowenien, Spanien, Schweden, Schweiz, Türkei und Großbritannien. Insgesamt nahmen daran 36.843 Verbraucher teil, etwa 2.000 Befragte pro Land.

[1]Als Millenials werden Mitglieder der Generation bezeichnet, die im Zeitraum von etwa 1980 bis 1999 geboren wurden (auch Generation Y).

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