Batten & Company Digital Banking Index 2016 zeigt: Digitalisierungsanstrengungen reichen nicht aus / Kundenerwartungen werden nicht erfüllt.

Die Digitalisierung durchdringt alle Wirtschaftsbereiche, schafft neue Märkte und neue Kundenbedürfnisse. Doch ausgerechnet Finanzinstitute positionieren sich nicht als Treiber dieses tiefgreifenden Wandels. Führende Banken und Bausparkassen Deutschlands und der Schweiz haben beim Thema Digitalisierung deutlichen Nachholbedarf.

– Bei 65% der Banken und Bausparkassen fehlen selbst einfache digitale Service- und Produktstandards

– Bei 60% der Banken und Bausparkassen gibt es keinen sichtbaren Aufbau von interner Digitalkompetenz und Digitalkultur

– 85% der Banken und Bausparkassen verpassen die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle durch Kooperationen, Übernahmen oder Eigenentwicklungen

– Bei 50% der Banken und Bausparkassen weisen Online- und Offline-Kanäle eine sehr niedrige Vernetzung untereinander auf

– 65% der Banken und Bausparkassen haben eine unterdurchschnittliche digitale Markenpräsenz

Zu diesen Kernergebnissen kommt der Digital Banking Index 2016 der Unternehmensberatung Batten & Company. Die Studie zeigt auf, dass die Banken- und Bausparkassenbranche einen erheblichen Aufholbedarf bei der digitalen Transformation hat: Keines der untersuchten 20 Finanzinstitute wird den vielfältigen Anforderungen der Stakeholder bei der Digitalisierung gerecht.

Digitaler Stresstest für Banken und Bausparkassen

Der „Digital Index“ belegt, dass nur jede zehnte der untersuchten Banken und Bausparkassen das Thema Digitalisierung bis zu Beginn des vergangenen Geschäftsjahres mit höchster Priorität verankert hat. Die Folgen: Es liegen erhebliche Optimierungspotenziale brach, da die Ergebnisse digitaler Ausrichtungen noch nicht verankert sind. In vielen Bereichen wie etwa im Vertrieb, beim Service und im Marketing werden die Digitalisierungsmöglichkeiten nicht oder nur unzureichend genutzt.

„Digitalisierung ist das Schlagwort der Stunde in der Financial Services-Branche. Viele Banken und Bausparkassen übersehen dabei jedoch das Wesentliche. Wie verschiebt die Digitalisierung die Transparenz und Vergleichbarkeit von Finanzdienstleistungsprodukten zu Gunsten des Kunden? Welche Maßnahmen müssen Banken jetzt ergreifen, um den Kampf um die Kundenschnittstelle nicht an die FinTechs zu verlieren? – Unser „Digital Index“ gibt die Antworten und zeigt konkrete Optimierungspotentiale auf“, sagt Tobias Göbbel, Managing Partner bei Batten & Company.

Über das Studiendesign:

Batten & Company hat den individuellen Digitalisierungsgrad und individuellen Digitalisierungsdruck von 20 führenden Finanzinstituten gegenübergestellt. Das Ergebnis, der „Digital Index“, beschreibt auf Basis von 62 Indikatoren, wie es um die Digitalisierung der führenden Banken und Bausparkassen in Deutschland und der Schweiz bestellt ist.

Die Ergebniszusammenfassung der Studie finden Sie hier: http://bit.ly/2dYpHRS