Seit 1. September 2015 ist das Alternativfinanzierungsgesetz (AltFG) in Österreich in Kraft. Durch dieses Gesetz werden Crowdfunding- bzw. Crowdinvestingprojekte über EUR 250.000,– vor allem durch die vereinfachte Prospektpflicht erleichert.

Bem Crowdfunding Symposium am 24. September 2015 stellte Dr. Michael Losch, Sektionschef im Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft, die Eckpunkte des Gesetzes vor:

Ein weiterer Beitrag zum besseren Verständnis ist der Artikel „Crowd und Rüben“ auf report.at.

Zusammenfassend kann gesagt werden dass Österreich nun seinen Rückstand in der gesetzlichen Akzeptanz im Bereich Crowdfunding/Crowdinvesting aufgeholt hat. Nichts desto trotz ist es nun notwendig die Österreicher in einem bisher eher kapitalmarktfeindlichen Land von der Sparbuchveranlagung zur Investition in Projekte und Unternehmen zu bewegen. Wichtig dabei ist dass sowohl Wirtschaftskammer als auch Arbeiterkammer bzw. VKI ihre Ressentiments gegen Crowdfunding aufgeben. Was bei der Wirtschaftskammer nach anfänglichem Zögern bereits längst passiert ist, da hier Crowdfunding als Instrument zur Unterstützung der Gründung von Startups bzw. risikoreichen Projekten gesehen wird steht die Arbeiterkammer dem Thema noch sehr skeptisch gegenüber und verunsichert damit möglich Investoren.

Fakt ist: Die Crowdfunding-Plattformen müssen sich zu einem (möglichst einheitlichen) Standard über die Risikoaufklärung einigen, sodass Investoren sich über die Möglichkeit, bei einem Investment auch einen möglichen Totalverlust zu erleiden, sowie die Kostenstruktur ihres Investments ausreichend aufgeklärt fühlen. Hier kann man sich an den bereits bestehenden oder noch geplanten Beratungsverpflichtungen von Banken (Geldanlageprofil, einheitliche Kostenaufstellung für Bankkonten) orientieren. Dann sollte auch die Arbeiterkammer ihre Vorbehalte gegenüber dieser neuen Finanzierungsform aufgeben.