Social Media-Studien über Banken sind in Österreich aufgrund des kleinen Marktes nur sehr selten – in Deutschland dafür umso häufiger.

Die Deutsche Bank ist in Sachen Web 2.0 der Spitzenreiter unter den Geldhäusern des Landes. Als einziges Kreditinstitut kommen die Frankfurter auf eine Nutzungsquote von 100 Prozent der Social-Media-Plattformen. Neben der flächendeckenden Nutzung der Kanäle erzielt die Bank „vor allem auch durch gut sichtbare Social-Media-Links eine vorbildliche Vernetzung der einzelnen Seiten. Ähnlich gut aufgestellt ist die HypoVereinsbank, die lediglich auf Flickr verzichtet“, so David Eicher, Geschäftsführer der Webguerillas webguerillas.de . Eine qualitative Analyse belege darüber hinaus, dass die Mehrheit der Auftritte ein klares Social-Media-Konzept sowie einen dazugehörigen Redaktionsplan erkennen lasse.

Filialbanken vor Direktbanken

Die Münchner Werbeagentur hat in einer Studie http://bit.ly/ZU0R5w das Social-Media-Verhalten der sieben Landesbanken und größten zentral organisierten Privatbanken Deutschlands untersucht. In die Bewertung eingeflossen sind neben der Präsenz auf Facebook, YouTube, Twitter, Xing und Co auch mobile Applikationen, RSS-Feeds, Foren, die Unternehmenswebseite sowie der jeweilige Wikipedia-Eintrag.

Unter den Privatbanken sind die Filialbanken am umtriebigsten. Sie kommen im Durchschnitt auf eine Nutzungsquote von 80 Prozent. Ingesamt wurden zehn Plattformen als Indikatoren herangezogen. Neben den bereits erwähnten fallen in die untersuchte Kategorie „Filialbanken“ auch die Postbank und die Sparkasse mit jeweils 80 Prozent sowie die Commerzbank mit 70 Prozent. Die Targobank nutzt nur sechs der zehn Tools. Direktbanken wie comdirect oder Ing-DiBa kommen durchschnittlich auf 75 Prozent.

Nord/LB zeigt auf

Bei den Landesbanken ist in hingegen ein großer Nachholbedarf zu erkennen. Die BayernLB, die HSH Nordbank und die SaarLB decken beispielsweise nur drei der Kanäle ab. Einzig die Nord/LB kann mit einer Nutzungsquote von 80 Prozent mit den anderen Geldhäusern mithalten. „Die Landesbanken jedoch übersehen derzeit noch den Brückenschlag zwischen der virtuellen Welt und ihrem Tagesgeschäft. Dabei könnte gerade hier die strategische Nutzung relevanter Social-Media-Kanäle viel für die Marke und deren Image tun“, so Eicher.

Quelle: pressetext.com