13 Grundsätze der Facebook-Kommunikation

Erin Bryant von der Trinity University und Jennifer Marmo von der Arizona University erstellten Ende 2012 die Studie „The rules of Facebook friendship – A two stage examination of interaction rules in close, casual, and acquaintance friendships„.

Sie ließen zuerst 44 US-Studenten im Alter zwischen 19 und 24 Jahren in Fokusgruppen 36 allgemeine Regeln erstellen. Diese Regeln wurden dann einer größeren Schar von Personen (rund 600 18- bis 52-Jährigen) vorgelegt: Sie sollten beurteilen, wie stark sie den Aussagen zustimmen, wenn sie sich den direkten Kontakt mit einem Facebook-Freund vorstellten.

Die folgenden 13 Sätze fanden dabei von allen die größte Unterstützung:

  • Ich erwarte eine Reaktion dieser Person, wenn ich auf ihrem Profil etwas kommentiere
  • Ich sage nichts Respektloses über diese Person auf Facebook
  • Ich beachte, dass ein Kommentar die Beziehungen dieser Person negativ beeinflussen könnte
  • Wenn ich etwas schreibe, das diese Person löscht, schreibe ich es nicht noch einmal
  • Ich kommuniziere mit der Person auch außerhalb von Facebook
  • Ich präsentiere mich positiv, aber ehrlich gegenüber dieser Person
  • Ich lasse es nicht zu, dass die Facebook-Beschäftigung mit dieser Person mich abhält, meine Arbeit zu machen
  • Ich schreibe nichts auf Facebook, was diese Person später gegen mich verwenden könnte
  • Ich benutze meinen Hausverstand, wenn ich mit dieser Person kommuniziere
  • Ich beachte, dass meine Kommentare die Karriere dieser Person negativ beeinflussen könnten
  • Ich gratuliere der Person nicht nur über Facebook zum Geburtstag
  • Ich schütze das Image der Person, wenn ich auf ihrem Profil schreibe
  • Ich interpretiere nicht zu viel in die Facebook-Motive dieser Person hinein

Knapp hinter diesen Top-13 folgte der Satz „Mir ist bewusst, dass die Informationen, die diese Person über mich schreibt, Folgen in der realen Welt haben kann“, der aber nicht ganz so viel Zustimmung bekam.

Insgesamt, so die Forscher, fielen die Antworten unterschiedlich aus, je nachdem welche Person sich die Probanden für ihre Kommunikation vorstellten. Bei engen Freunden waren Schutz- und Sprachregeln wichtiger, bei Bekannten und weniger guten Freunden spielten Vertrauens- und Täuschungsregeln eine wichtigere Rolle.

Die Aussagekraft der Studie von Bryant und Marmo hat offensichtlich ihre Grenzen, zum einen weil sie auf einen relativ kleinen Kreis von US-Bürgern beschränkt war, zum anderen weil kein tatsächliches Verhalten beobachtet wurde. Als Ausgangspunkt für weitere und detailliertere Studien zu den „Kommunikationsregeln im digitalen Zeitalter“, sei ihre Arbeit aber sinnvoll, sind die Autoren überzeugt.

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