Folgender Artikel in der „Presse“ beinhaltet, obwohl es in Richtung Werbung für ein Buch geht, doch einige spannende Aussagen wie die Sichtweise von Managern bezüglich ihrer zukünftigen Mitarbeiter aussieht; oder anders gesagt: welche Fertigkeiten muss ein Bewerber zusätzlich haben?

Sehr schnell einig waren sich heimische Manager im Rahmen der Präsentation des Buches „Being Social“ letzten Donnerstag, dass Social Media ein fixer Bestandteil des Berufs- und Arbeitsalltags geworden ist: „Das neue Arbeiten findet nicht mehr nur am Schreibtisch statt, sondern an wechselnden Orten im Büro, in wechselnden Teams, in unterschiedlichen Arbeitsformen – und außerhalb des Büros“, betonte Wolfgang Neubert bei einem Panel-Gespräch auf der Veranstaltung.

Dieses „neue Arbeiten“ sei durch neue Möglichkeiten in der Kommunikation möglich geworden, welche das Internet in Form von Social Media zur Verfügung gestellt habe, so der Vorstand der Bene AG. Ähnlich klar ist auch der Standpunkt von „Ja! Natürlich“-Geschäftsführerin Martina Hörmer: „Um im Namen einer Marke auf dem glatten Parkett der Kommunikationen mit Kunden, Interessenten und Kritikern zu kommunizieren, ist eine weitreichende persönliche Social-Media-Erfahrung, die der beruflichen Tätigkeit vorausgeht, unumgänglich“, hebt die Managerin hervor, bevor sie noch schnell hinzufügt: „Und noch was: Man muss Social Media lieben, um Social Media zu leben!“

Socialmediaweb

Werkzeug, wie PC und Bleistift

Dieses „neue Arbeiten“ lebt auch Anneliese Breitner: „Social Media ist für mich zum Arbeitswerkzeug geworden, wie mein PC und mein Bleistift. Wie wir miteinander umgehen im Arbeitsalltag hängt sehr stark davon ab, wie wir kommunizieren. Ich achte deshalb verstärkt sowohl in Meetings als auch in meiner schriftlichen Kommunikation darauf, dass ein gemeinsames Bewusstsein entsteht, wie die Kommunikation gerade wirkt“, antwortet die Geschäftsführerin von AnneBreitner Consulting sowie Autorin des Buchs auf die Frage, wie das Web 2.0 ihren Alltag als Führungskraft verändere.

Die Umsetzung von Web-2.0-Themen folgt klaren Regeln, wie Johann Mittheisz Chief Information Officer (CIO) in der Magistratsdirektion der Stadt Wien, betont: „Wie für jedes Projekt gilt auch bei Social Media: Ziel definieren, beobachten, welche Netzwerkgruppen diesem Ziel dienen und sich ihnen anschließen. So kann man Expertise zu Fachthemen zeigen und Chancen der Vernetzung nutzen“, ist sich der CIO sicher.

Soziale Kompetenz im Web 2.0

Doch nicht nur in Unternehmen und der Öffentlichen Verwaltung sind Social Media angekommen. Auch im Wissenschaftsbetrieb spielen Facebook, Twitter und Co eine Rolle. „Wer Web 2.0 beruflich nicht nutzt, verliert nicht nur den Anschluss, sondern erfährt eine seltsame Anmutung. Die soziale und kommunikative Kompetenz muss auch im Web 2.0 und in Social Media wahrnehmbar sein“, betont Michael Hlava, Head of Corporate Marketing Communication, beim Austrian Institute of Technology (AIT). Das gelte zunehmend auch für Bewerber: „Oder anders formuliert: Das Web 2.0 ist eine wesentliche Eingangsvoraussetzung für die Karriere – oder würden Sie jemanden ins Team holen, der in Google keinerlei Spuren hinterließ?“, spitzt der AIT-Manager zu.