Eine Studie von Microsoft und der Carnegie Mellon University hat untersucht, wieso Nachrichten beim Microbloggingdienst Twitter an Glaubwürdigkeit gewinnen oder verlieren.

Twitter wird nicht nur zum austauschen mit guten Bekannten oder Freunden genutzt; es wird vor allem zum Verbreiten bzw. zum Einholen von Informationen genutzt.

Die Studie stellt fest dass ein großer Unterschied zwischen qualitativ hochwertiger Quellen durch Nutzer und den Ergebnissen von Suchmaschinen besteht. Daher wurden zwei verschiedene Experimente mit 250 Twitter-Usern durchgeführt, in deren Verlauf systematisch verschiedene Eigenschaften von Tweets verändert wurden.

Daraufhin wurden Testpersonen beauftragt diese Tweets nach ihrer Glaubwürdigkeit zu benoten.

Die Endauswertung zeigte dass Inhalte von Tweets nicht nur aufgrund ihres Informationsgehaltes als gut oder schlecht beurteilt werden; ausschlaggebend sind auch der Name des Twitterer, das Profilbild, die Anzahl der Follower, die Anzahl der Retweets, eine ausgefüllte Biographie, etc.

Twitterlogo

Die Studie nennt die wichtigsten Faktoren, die die Glaubwürdigkeit eines Tweets steigern, in hierarchischer Reihenfolge:

  1. es handelt sich um einen Retweet von vertrauenswürdiger Person
  2. der Tweet wurde von „anerkanntem Experten“ bestätigt
  3. Zeitspanne, seit der man dem Autor eines Tweets folgt
  4. Link zur Quelle
  5. Prestige des Autors im Internet
  6. verifizierter Absender
  7. Autor setzt viele Tweets mit ähnlichem Inhalt ab
  8. Autor widmet sich einem bestimmten Thema besonders häufig
  9. Thema des Tweets wird vom Autoren häufig bedient
  10. Profilfoto zeigt den Autor
  11. Autor taucht häufig namentlich oder in Retweets bei Twitter auf

Auch die Top-Gründe, um Glaubwürdigkeit zu verlieren, gehen aus der Analyse hervor:

  1. Rechtschreib- und Grammatikfehler
  2. Default-Profilbild
  3. Comic- oder Avatar-Profilbild
  4. Der Autor folgt viel mehr Nutzern als ihm folgen
  5. Logo als Profilbild