Österreich hat seit 9. März 2012 sein eigenes soziales Netzwerk: sanktonlein.at.

Die rein österreichische Plattform wirkt auf den ersten Blick wie jedes andere Soziale Netzwerk. Über die Funktion des Netzwerkes hinaus gibt es aber mit dem „Onleiner“ redaktionellen Inhalt  – eine Social-Media-Tageszeitung mit Inhalten von Usern für User.

„Als Social Media Plattform sind wir damit einzigartig. Regionalität, Originalität und Sicherheit nach österreichischem Recht stehen für uns an oberster Stelle und unterscheiden damit Sankt Onlein klar von anderen Social Media Plattformen“, erklärt Dr. Heinrich Schuster, Gründer und Eigentümer des Betreiberunternehmens UGC Internet Plattform GmbH.

Der Onleiner bietet Kleinanzeigen, Horoskop, etc.; für Unternehmen und Vereine gibt es die Möglichkeit eigene Beiträge zu verfassen und ihren Mitgliedern/Kunden/“Fans“ so Informationen zukommen zu lassen. „Wir wollen mit Sankt Onlein typisch österreichischen Vereinen wie Fußballklubs, Musikvereinen, Trachtenvereinigungen aber auch Gemeinden eine regionale und nationale Plattform bieten, auf der sie miteinander und auch nach außen kommunizieren können – und das unkompliziert und kostenlos“, meint Georg Kandutsch, Geschäftsführer des Eigentümers UGC. Unternehmen haben die Möglichkeit gegen eine monatliche Gebühr von 4,99 Euro Unternehmensseiten anzulegen.

Sankt_onlein

sanktonlein zeigt sich „nahtlos“ österreichisch

Woran man das merkt? Einerseits bei der Oberfläche die im Dialekt gehalten ist: begrüßt wird man mit „Servus“, die Benutzer sind entweder „Madl“ oder „Bua“, zu Postings anderer kann man „seinen Senf“ dazugeben und statt anstupsen gibt´s „Schulter klopfen“ oder „zuzwinkern“.

Andererseits beim Recht: Sankt Onlein ist eine österreichische Plattform, daher gilt österreichisches Recht und auch die Ansprechpartner sind vor Ort. Dadurch kann auf Fragen aber auch auf negative Vorfälle, wie Datenmissbrauch, sofort reagiert werden. Die Plattform verspricht dass wenn ein User den „Pfiat di“-Button drückt (also sich gänzlich von der Plattform abmeldet) auch wirklich alle vorhandenen Daten, Einträge und Fotos gelöscht werden.

Freundeskreise

„Meine Leut“ können im „Treffpunkt“ in drei verschiedene Kreise unterteilt werden: die „Intimis“, die maximal 12 engsten Freunde, die „normalen“ Freunde und „Kontakte“. Für jede der drei Gruppen kann ein individuelles digitales Profil und Foto angelegt werden. Und die eigenen Beiträge sind ebenfalls nur für den jeweils adressierten Freundeskreis sichtbar. „Mit dieser Unterteilung lassen sich Postings besser managen. So sehen beispielsweise nur meine engsten Freunde die privaten Fotos von der letzten Party“, sagt Georg Kandutsch. Eine App für iPhone und Android ist in den nächsten Wochen verfügbar.

Die Plattform möchte bis zum Jahresende 2012 100.000 Mitglieder anziehen.