Googles Suchstrategie für das Web der Zukunft

Googles Link-Algorithmen spielen bei der Suche eine immer geringere Rolle. Die Suchergebnisse werden persönlicher, sozialer – und empfehlender.

Googles Suche wird immer persönlicher. Vor wenigen Tagen führte der Suchkonzern die „soziale Suche“ ein, die jedoch vorerst für Nutzer in den USA frei geschaltet wurde. Hier können Nutzer, die auch über einen Google-Account und einen Googleplus-Profil verfügen entscheiden, welche Art von Suchergebnisse sie angezeigt bekommen: Die Ergebnisse der globalen Suche, so wie sie bislang angezeigt wurde, oder die Ergebnisse der sozialen Suche, die auch Links zu Personen und Seiten beinhaltet, die aus dem eigenen Googleplus-Profil stammen. Dabei wertet Google die Inhalte aus, die die Kontakte des Googleplus-Profils mit anderen geteilt haben. Die Google-Suche verschmilzt damit nahtlos mit Googleplus.

Österreichische Nutzer sehen in ihren Suchergebnissen heute schon, wenn sie in ihrem Google-Account eingeloggt sind, welche Seiten von ihren Kontakten empfohlen oder geteilt wurden. Unterschiede gibt es auch in der Reihenfolge der Suchergebnisse, die leicht anders aussehen.

PageRank-Algorithmus wurde immer schlechter
Die Reaktionen in den USA fielen bislang sehr gemischt aus. Das IT-Magazin CNet etwa sieht darin eine konsequente Ergänzung der bisherigen Suchergebnisse, die auf den Berechnungen von Algorithmen beruhten. Es verweist darauf, dass der PageRank-Algorithmus schon seit einigen Jahren immer schlechtere Ergebnisse produziert, da zu viele der so genannten Suchmaschinenoptimierer mit diversen Methoden ständig daran arbeiten ihre Seiten im Suchindex nach oben zu drücken.

Der Google-Algorithmus spielt außerdem eine zunehmend geringere Rolle, seitdem Google Wert auf eine minutengenaue Aktualität Wert legt: Denn der vornehmlich auf Links basierende PageRank-Algorithmus benachteiligt die Webseiten, die über wenige eingehende Links verfügen. Dazu zählen vor allem Seiten mit aktuellen Nachrichten.

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