Das US-Marktforschungsinstitut Cerulli Associates erstellte eine Studie mit folgenden interessanten Fakten: fast 70 Prozent der Fondsmanager betreiben aktives Marketing über Social Media, weitere 25 % sind in der „Testphase“. Nur 6 Prozent halten nicht viel davon.

Social-media

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Verglichen mit den Zahlen des Vorjahres sieht man doch eine klare Steigerung – vor einem Jahr waren noch 63 Prozent der US-Fondsmanager in der Testphase, 13 Prozent verwendeten bereits Social Media in ihrer Marketingstrategie.

Welche Social Media-Tools verwenden die Fondsmanager? Twitter ist in den USA ungleich bekannter und beliebter als in Europa, daher nutzen auch die meisten der Fondsmanger dieses Tool (56 %). Je 38 Prozent nutzen Facbook (größtes Social-Media-Netzwerk mit über 750 Mio. Usern) und LinkedIn (internationales Karrierenetzwerk, sozusagen „XING“ auf internationaler Basis). 25 Prozent unterhalten einen Blog, 19 Prozent nutzen Youtube.

Twitter wird vor allem verwendet weil es einfach und schnell in der Handhabung ist, stellt die Cerulli-Studie fest. Durch die Vorgabe, maximal 140 Zeichen für die Meldung verwenden zu dürfen ist die Handhabung einfach und die Kommunikation rasch und unkompliziert. Die Fondsmanager geben daher Twitter den Vorzug vor komplizierteren und aufwändigeren Diensten.

Die Studie unterscheidet auch zwischen 4 Gruppen der Akzeptanz der Social Media: Committed adopters, Guarded adopters, Sidelined supporters und Abstainers. Die Fondsmanager gehören großteils zur Gruppe der Guarded adopters“ – sie verwenden die Social Media vor allem weil diese innerhalb kürzester Zeit enorme Verbreitung gefunden haben und sie nicht abseits stehen wollen. Ganz überzeugt von den neuen Kommunikationsdiensten scheinen sie jedoch nicht zu sein.
Die „Guarded Adopters“ wenden Social Media Tools an, haben aber das Kommunikationskonzept noch nicht komplett verinnerlicht. Sie sind sich noch nicht sicher, ob der Nutzen der Social Media die nötigen Ressourcen und möglichen Risiken rechtfertigt.

Als Risiken werden in der Studie in erster Linie Probleme mit der Compliance und mögliche Reputationsschäden genannt.