Üblicherweise reichen Kreditkartennummer, Ablaufdatum und CCV-Code aus, um im Internet einkaufen zu können. Solche Daten fallen aber oft Internet-Betrügern in die Hände. Der geschätzte Schaden durch Kreditkartenbetrug summiert sich im Jahr auf auf ein geschätzter Schaden von über 190 Mrd. Dollar (131 Mrd. Euro).
Mit Netswipe, dem neuen Bezahlsystem von Jumio, soll Bezahlen im Internet so sicher wie an der Kasse. werden. Denn nun muss der Kunde die Karte in Händen halten.
Als Kartenlesegerät kann jede Webcam (ab VGA-Auflösung) eingesetzt werden. Die Kamera macht dabei kein Foto, sondern analysiert das Livebild der Karte und prüft so deren Echtheit. Die patentierte 3D-Technik erkennt sowohl das Material der Karte und prüft, ob ein Hologramm angebracht ist. Die CCV-Nummer muss der Kunde aus Sicherheitsgründen per Maus eingeben.

Was die Handelsfirmen von Netswipe haben, erschließt sich erst, wenn man weiß, wie die Abrechnung bei Kreditkartenfirmen funktioniert. Für Transaktionen im Internet zahlt der Händler üblicherweise 3,5 Prozent Gebühr, ist die Karte bei der Transaktion aber physisch vorhanden, ist es nur noch halb so viel. Zudem geht der Bezahlvorgang via Netswipe deutlich schneller über die Bühne und verringert so die Gefahr, dass sich die Kunden gegen den Kauf entscheiden.

Erfinder von „Netswipe“ ist das österreichische Unternehmen „Jumio“ – der kreative Kopf dahinter ist Daniel Mattes, der sein Web-Telefonieunternehmen „Jajah“ 2007 für über 200 Mio. € an die spanische „Telefonica“ verkauft hat.