In der „Absolit-Twitterstudie“ bin ich diese Woche auf einige interessante Hintergründe aufmerksam geworden. In dieser Studie geht es zwar – wie der Name schon sagt – vor allem um Twitter, es werden jedoch auch andere Social-Media-Themen wie SEO (Search Engine Optimization), SMO (Social Media Optimization) oder aber auch um Facebook und Google+.

 

Bildquelle: blog.zuupy.com

Im folgenden die interessantesten Informationen dieser Twitterstudie:

„Suchmaschinenmarketing ist wie das Wettrennen zwischen Hase und Igel. Mit großer Anstrengung denken sich Suchmaschine neue Parameter für ihren Algorithmus aus. Aber es dauert nicht lang und schon haben die Suchmaschinenoptimierer herausgefunden, was sie tun müssen, um wieder vorne zu stehen.

Nun aber gibt es einen Faktor, der schwer zu manipulieren ist: Die große Masse der Internetnutzer, die im Social Web aktiv sind. Daher beginnen Suchmaschinen nun, das Wissen der Massen anzuzapfen, um Relevanz zu ermitteln. Hier sind ein paar Dinge, die Sie in Zukunft beachten sollten.

Was im SEO die Links sind im SMO die Empfehlungen
Bei der klassischen Suchmaschinenoptimierung gilt: Jeder externe Link ist ein Empfehlung. Und nun zählen auch Empfehlungen aus dem Social Web. Aus SEO wird Social Media Optimisation (SMO). Wenn explizit jemand seinen Freunden einen Hyperlink weiterleitet zählt es am meisten – sowohl in Twitter wie auch in Facebook. Danach kommen Dinge wie „Gefällt mir“ und Kommentare. Erhält ein Link auf eine Webseite viele Kommentare oder „Gefällt mir“s ist sie aus Sicht einer Suchmaschine zu Recht relevanter als eine Seite, für die sich kein Mensch interessiert.

Facebook ist anders als Twitter
Facebook hat zwar zehnmal mehr Nutzer, aber Twitter ist offener. Die meisten Twitter-Profile sind für Suchmaschinen frei zugänglich, weil sie öffentlich sind. In Facebook dagegen teilen die meisten Menschen Inhalte nur mit ihren Freunden. Da bleiben Suchmaschinen außen vor. Wobei Microsoft/Bing als Miteigentümer bessere Chancen bei Facebook hat.

Google+ als eigenes Netzwerk
Weil Google nur an Twitter- nicht aber an Facebook-Daten kommt, versuchen sie es mit einem eigenen Netzwerk: Mit Google+ kann jeder sagen, welcher Link ihm gefällt. Von der Idee her nicht schlecht, dafür aber möglicherweise anfälliger für Manipulation.

Wie werde ich beliebt?
Ein boomendes Geschäftsfeld sind käufliche Fans und Follower. Aber ich rate davon ab, weil es zu leicht auffliegt. Das ist ja gerade der Unterschied zwischen SEO und SMO: Manipulation ist aufwendiger und gefährlicher. Deshalb ist Schummeln nicht nur verwerflich sondern schlicht und einfach ineffizient. Worauf dann alle Kräfte fokussieren?

Nicht neu: Content is King
Schon im SEO gab es eine einfache Regel: „Mach gute Inhalte und Du bekommst externe Links gratis“. Diese Regel gilt im Social Web umso mehr: Was interessant ist, wird weitergeleitet, alles andere fliegt durch.

„Gefällt mir“ und „Tweet“ auf allen Seiten
Wenn Sie interessante Webseiten haben, sollte jede einzelne Seite auch empfehlbar sein. Integrieren Sie die entscheidenden Buttons jedoch nicht ohne vorher mit Ihrem Datenschützer darüber gesprochen zu haben. Ein einfacher Link zu Twitter und Facebook wie am Ende dieser Seite ist jedoch unproblematisch.

Was im SEO Autoritätsseiten sind im SMO Influencer
Google begann irgendwann, nicht nur die schiere Zahl, sondern die Qualität eingehender Links zu messen. Das wird im social Web auch bald so sein: Empfehlungen einflussreicher Persönlichkeiten haben ein höheres Gewicht, als ein Mensch mit nur drei Freunden. In Twitter kann der Einfluss einer Person zum Beispiel über den Klout-Faktor gemessen werden: www.klout.com

Eine Zusammenfassung der Twitter-Studie, aus der die obigen Zeilen stammen, lesen Sie hier.