Wie die folgenden beiden Grafiken (basierend aus einer Umfrage in Deutschland) zeigen, hat die Internetnutzung in den letzten Jahren stark zugenommen. Vor allem die Altersgruppe „18 bis 34 Jahre“ ist fast zu 100 % Internetnutzer:

 

Dementsprechend ist in den letzten Jahren auch die Nutzung der Social Media gestiegen. Oft kommunizieren die User über mehrere Social-Media-Profile, z.B. XING für berufliche Kontakte, Facebook für private und Twitter als Ergänzung zu diesen beiden Kanälen.

 Mit neuen Funktionen im Stil von Facebook zeigt sich das Online-Netzwerk XING nun seit wenigen Tagen interaktiver: Mitglieder können Statusmeldungen und Aktivitäten, die in der Rubrik „Neues aus Ihrem Netzwerk“ aufgeführt sind, kommentieren, bewerten und weiterleiten. Auf ihrer Startseite sehen die XING-Nutzer, welche Themen Kollegen und Geschäftsfreunde diskutieren bzw. interessieren.

„XING erschließt einige im privaten Umfeld bewährte Kommunikationsmöglichkeiten auch für den beruflichen Nutzer“, erklärte das Unternehmen in Hamburg. Wie bei Facebook erscheinen die Neuigkeiten in einer Art Ticker, andere Nutzer können Meldungen kommentieren oder per Klick bekunden, dass sie diese „interessant finden“ – ähnlich dem „Gefällt mir“-Button von Facebook.

Um die berufliche Selbstdarstellung zu erleichtern, führt XING eine „Aktivitätsübersicht“ ein. Dort werden alle Aktivitäten eines Nutzers gebündelt – beispielsweise neue Kontakte, Diskussionsbeiträge in Gruppen, die Teilnahme an Konferenzen und Statusmeldungen.

Das Unternehmen betonte, die Hoheit über die Daten werde den Nutzern überlassen. Wer eine Statusmeldung schreibt, könne festlegen, ob nur das eigene Netzwerk oder alle Mitglieder sie und mögliche Diskussionen lesen können. Aktivitäten werden standardmäßig nur eigenen Kontakten gezeigt.

Das kanadische Marktforschungsunternehmen Decode fand in einer Umfrage in Großbritannien, Kanada und den USA heraus, dass rund ein Viertel der Facebook-Kontakte beruflich ist. Jedoch nur ein Drittel der Befragten gab an, dass sie einverstanden wären, wenn ein potentieller Arbeitgeber über ein soziales Netzwerk den Erstkontakt knüpft.

Was eigentlich wie ein Widerspruch klingt hat – meiner Ansicht nach – einen simplen Grund; nimmt man das Beispiel Facebook her, wird deutlich, dass bei einem aktiven Account nach und nach neue Kontakte dazukommen, bei denen sich privat und beruflich vermischt. Was kann nun der User tun um seinen Social-Media-Auftritt in die richtigen Bahnen zu lenken?

cio.de fasst dies in drei Punkten zusammen:

 1. Privatsphäre-Einstellungen auch wirklich nutzen: Richten Sie Ihr Facebook-Profil so ein, dass berufliche Kontakte nur eingeschränkten Zugriff darauf haben. Stellen Sie außerdem ein, dass nur bestätigte Kontakte Ihr Profil einsehen können.

2. Ein Profil sollte rein beruflich sein: Wer alle Web-Profile sperrt, macht sich für mögliche zukünftige Arbeitgeber unsichtbar. Da ist es besser ein Profil, zum Beispiel bei XING oder Linkedin, für die Öffentlichkeit freizugeben und sich hier auf Berufliches zu konzentrieren.

 3. Online nicht über die Arbeit sprechen: Zumindest sollten Sie Ihren Kollegen auf keinen Fall auf die Pinnwand schreiben, wie sehr Ihnen der Chef gerade auf die Nerven geht oder im Statusupdate den nächsten Urlaub oder die Gehaltserhöhung herbeisehnen. „Über die Arbeit spricht man am besten offline“, rät The Work Buzz.