Die Zukunft der digitalen Mundpropaganda

Auf iBusiness habe ich diese Woche einen interessanten Artikel über „die Virallüge: Worin die  Zukunft digitaler Mundpropaganda wirklich liegt“ gelesen.

 

Bildquelle: buzzonlinemedia.com 
Hier einige Ausschnitte:
 

Die Zukunft: Kaufentscheidungen per aggregierter Kundenmeinungen

Insgesamt überwiegen die Chancen für Marken, erklären die Experten unisono: Über digitale Plattformen können Unternehmen ihre soziale Oberfläche vergrößern. Sie können Kommunikation anregen und auf extrem einfache Weise tausende von Leuten viel stärker involvieren als dies offline möglich wäre. „Das Internet hat katalytische Effekte: Dinge gehen schneller, erzielen höhere Reichweiten. Aber nur, wer ein attraktives Angebot macht und eine echte Nachricht liefert, kann darauf hoffen, dass ich es weiterempfehle“, betont Sascha Stoltenow. Stimmen diese, setzen sich Konsumenten auch aktiv mit einem Produkt auseinander. Beim richtigen Umgang werden dann aus ihnen Multiplikatoren. „Diese Gelegenheit sollte sich kein Unternehmen entgehen lassen“, rät Martin Oetting. Denn das Risiko sei momentan noch gering: „Geht etwas schief, bekommt es kaum einer mit.“

Von den Empfehlungen oder Verrissen in Blogs, auf Bewertungsportalen, in Shops, sozialen Netzwerken oder auf Twitter, die bei Suchen gefunden werden, kann sich keiner etwas kaufen. Doch die Zeit des Experimentierens im Social Web sollten Unternehmen unbedingt nutzen. Denn richtig spannend wird es erst, wenn Lob und Kritik im richtigen Kontext erscheinen: beim Online-Shopping auf der Suche nach dem Produkt meiner Wahl. So könnte digitale Mundpropaganda im E-Commerce einem neuen Kaufverhalten Vorschub leisten, skizziert Dr. Oetting: „Wenn aus Äußerungen von Nutzern bei Facebook, Twitter etc. Ratings und Reviews aggregiert werden, die man auf einer zentralen Plattform finden kann, entstehen mächtige Instrumente für Kaufentscheidungen.“ Diese Kaufentscheidungssysteme ließen sich auch nur schwer von Spam oder Manipulationsversuchen beeinflussen. Oetting ist überzeugt: „Hierin liegt die Zukunft digitaler Mundpropaganda.“

  

Des weiteren findet man im Artikel die „Mechanismen für Viralität“:

  • Exklusivität: Ich kann mich anmelden und bekomme vor allen anderen ein Produkt, das ich testen kann. Der Reiz: ich habe in meinem direkten Umfeld etwas Neues exklusiv zu berichten.
  • Unterscheidung/Differenzierung: Es muss bemerkenswert sein und sich ein Stück weit differenzieren, Aufmerksamkeit erregen, bewusst Muster brechen (Bsp. Apple: Computer müssen gut aussehen).
  • Provokation: an Tabugrenzen gehen, so provozieren, dass man polarisiert. Ich aktiviere Gegner, die sich empören und die Geschichte weitertragen („Das geht ja gar nicht“), was gleichzeitig Fans auf den Plan ruft („Regt Euch mal nicht so auf!“) und eingefleischte Fans, die das gut finden: kommunikatives Streit vom Zaun brechen, der das Ziel hat, dass die Botschaft von allen repliziert wird.
  • Qualität des Angebotes: Wenn man etwas hat, das deutlich besser ist als der Rest (Bsp. Google vs. andere Suchmaschinen).
  • Externer Netzwerkeffekt: Eine Plattform wird für mich spannender wenn ich andere dazu hole (Bsp. wenn auf Facebook noch meine Freunde sind); mit eingebautem Incentive: wenn die Plattform nützlicher wird, wenn ich andere dazu hole (Bsp. über Skype mit Freunden in den USA kostenlos telefonieren).
  • Produkt ist bei der Nutzung sichtbar: Indem man die Plattform verwendet macht man automatisch andere darauf aufmerksam (Bsp. Online-Greating-Cards über Link)
 
 
 
Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: