Social Media im Finanzdienstleistungsmarkt

Das Marktforschungsunternehmen You Gov Psychonomics AG  erstellte zum Thema „Social Media im Finanzdienstleistungsmarkt“ im November bzw. Dezember 2010 eine neue Studie. Hier einige Auszüge daraus:   „Die Studienergebnisse belegen, dass Abschlussbereite Social-Media-Präsenzen überdurchschnittlich häufiger wahrnehmen“, erläutert Studienleiterin Jutta Rothmund. „Unter denjenigen, die den Abschluss eines Bank- oder eines Versicherungsproduktes in den kommenden zwölf Monaten planen beziehungsweise in den vergangenen zwölf Monaten vollzogen haben, fällt die Erinnerung an Beiträge von Finanzdienstleistern überdurchschnittlich hoch aus.“ Dabei erinnern sich die Social Media-User an Beiträge von Banken noch stärker.

Doch auch bei abschlussbereiten Versicherungskunden falle die Wahrnehmung von Social Media-Inhalten überdurchschnittlich aus. Ähnliches gelte für die Heavy User, also diejenigen, die Social Media mehrmals wöchentlich oder sogar täglich nutzen: „In allen vier abgefragten Sparten – Bankprodukte, Versicherungen, Bausparverträge und Investmentfonds – stechen die Heavy User durch eine überdurchschnittliche Abschlussbereitschaft hervor, vor allem im Bereich Bankprodukte“, so Rothmund.

Heavy User zeigen sich der Präsenz und Kommunikation von Finanzdienstleistern im Social Media-Umfeld gegenüber offener und beurteilen entsprechende Aktivitäten überdurchschnittlich positiv. Darüber hinaus wirkt sich das Social-Media-Engagement von Anbietern bei diesen Usern besonders häufig positiv auf die generelle Wahrnehmung des Anbieters aus. Zudem wird die Bewertung der Nützlichkeit von Beiträgen in Foren und Bewertungsportalen von den Heavy Usern überdurchschnittlich positiv bewertet. „Diese Gruppe ist allerdings auch etwas kritischer, zum Beispiel hinsichtlich der Authentizität manches Beitrages“, ergänzt Studienleiterin Rothmund.

Die Allgemeinheit zeigt sich weniger skeptisch. Beispielsweise liegt die Vertrauenswürdigkeit von Verbrauchermeinungsplattformen nur knapp hinter der von Vergleichsseiten im Internet und Empfehlungen eines Bank- oder Versicherungsberaters.  „Verbrauchermeinungsplattformen wird aktuell häufiger vertraut als misstraut“, so Rothmund. Und etwa jeder Zehnte nutzt diese bereits als Informationsquelle in Sachen Bankprodukte, Geldanlage und Versicherungen. Gezielt gesucht werden am häufigsten Beiträge zu Versicherungsprodukten.

Auf die Frage, ob Finanzdienstleistungsunternehmen auf entsprechenden Plattformen selbst aktiv werden und in den Dialog einsteigen sollten, gibt es den Ergebnissen zufolge nur eine Antwort: Ja. Fast die Hälfte der Befragten hält es für angebracht, dass Anbieter Kommentare und Anfragen direkt beantworten und aktiv in den Dialog einsteigen. Lediglich 15 Prozent halten dies für verfehlt. Ist man bezüglich eines Anbieters oder Produkts einmal überzeugt, spielt Social Media ebenfalls eine Rolle. Bereits jeder Zehnte gibt an, Tipps auch über Social-Media-Anwendungen wie Facebook oder Skype weiter zu geben.

Weitere Informationen zur Studie „Social Media im Finanzdienstleistungsmarkt“ finden Sie hier .

Ein interessanter Artikel findet sich auch auf den Internetseiten der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich. In deren Räumen fand am 25. November 2010 eine Veranstaltung über den richtigen Einsatz von Social Media in Unternehmen statt.

Demnach sind 42 % der Bevölkerung sogenannte „Heavy User“, also Intensivnutzer des Internets; dagegen stehen 36 % die das Internet gar nicht nutzen. DDr. Paul Eiselsberg von IMAS International sieht dabei das Problem dass zwischen diesen Gruppen der Austausch geringer wird.

21 % der Internetnutzer sind Mitglied bei einer Social Media-Plattform; aus Eiselbergs Ansicht wird Social Media die Gesellschaft in ähnlicher Form verändern wie die Erfindung des Buchdrucks.

Vergleicht man nun beide erwähnten Artikel kann man die Forderung von Mag. Markus Raml, Vorsitzender der Jungen Wirtschaft Oberösterreich, in jedem Fall nur befürworten: „Einführung eines verpflichtenden Schulfaches Internet und Neue Medien schon in der Volksschule. Das Kulturgut Internet ist eines der wenigen, das nicht von den Eltern auf die Kinder transferiert und gelehrt werden kann. Daher ist hier besondere Sensibilität gefragt.“

Fotoquelle: kinder-lernen-online.de

Ein solches Fach sollte es nicht nur in der Volksschule geben; betrachtet man die Studie „Social Media im Finanzdienstleistungsmarkt“ bzw. den (Nicht-)Auftritt diverser Banken in den Social Media sollte es ein solches Pflichtseminar bereits in der Grundausbildung in den diversen Bankakademien geben…

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