Nachdem ich meist nur ein bis zwei Mal pro Woche blogge (mehr Zeit bleibt neben Familie, Job und Weiterbildung nicht) bin ich Tage bis zum nächsten Blogbeitrag auf der Suche nach interessanten Artikeln, Grafiken bzw. Beiträgen aller Art, die sich mit Banken in den Social Media beschäftigen.

 

Dabei ist mir der Beitrag „Endlich angekommen: das Internet bricht in die Filialbanken ein“ von einem von mir wegen seiner guten Beiträge sehr geschätzten Banken-Blogger in Auge gesprungen: Boris Janek.

 

Dieser Beitrag  ist für mich gerade auch deshalb so interessant, da ich selbst in einer Genossenschaftsbank (Volksbank Süd-Oststeiermark) arbeite und mich daher diesen Aussagen vollinhaltlich anschließen kann. Genau diese Sichtweise „predige“ ich die letzten Monate bei Präsentationen zum Thema Social Media in Österreich – hier jene Textstellen des Blogbeitrages, die mich besonders ansprechen:

 „Für die Genossenschaftsbanken ist dabei das web2.0 und dessen Entwicklung von einer technischen zu einer sozialen Funktion ein Segen und eine Chance. Im Internet geht es nicht mehr länger nur um die beste Kondition. Es geht nicht nur um Image, Kostensenkung und Erlöse. Stattdessen spielt die Kundenbeziehung eine immer wichtigere Rolle. Und die Pflege einer nachhaltigen Kundenbeziehung ist sicherlich eine Stärke der Genossenschaftsbanken, die man nun auch über soziale Medien pflegen kann und muss.“

„Genossenschaftsbanken müssen schneller, mutiger, innovationsfreudiger werden, sie müssen ihre Traditionen überdenken und erneuern. Sie sollten Kulturen und Strukturen verjüngen. Sie benötigen gut qualifizierte Mitarbeiter, die keine Scheu vor modernen Technologien haben. Die jungen Mitarbeiter müssen eine Chance bekommen ihre Ideen einzubringen und auch umzusetzen. Dazu wird eine andere Unternehmens- und Arbeitskultur benötigt. Dabei muss aber der Spagat zwischen Tradition und Moderne geschafft werden. Die älteren Kunden dürfen nicht überfordert werden und müssen stattdessen von den jungen Kunden und Mitarbeitern mit in die Zukunft genommen werden. Das Internet ist angekommen, aber es wird mit großem Tempo weiter die veralteten Alltagspraxen zerstören.“

Den gesamten Blogbeitrag lesen Sie hier.

Dazu passt ganz gut folgende Grafik von Mario Vellandi, die das Grundmodell von „Word of Mouth“ zeigt:

Quelle: melodiesinmarketing.com

Hier wird ja nicht unbedingt etwas bahnbrechend Neues gezeigt. Trotz aller technischen Errungenschaften ist es noch immer die Mundpropaganda, mit der viel Marketing gemacht wird, die einiges an Geschäften anbahnt, die aber auch viele potentielle Kunden auf Grund negativer Erfahrungsberichte anderer abhält, sich z.B. bei einer bestimmten Bank beraten zu lassen.

Dieses Systems (Promoters und Detractors) bedient sich in Österreich auch der Recommender Award.

Überraschen wird Word of Mouth jedoch auf alle Fälle hinsichtlich seiner viralen Effekte. Ging man bisher von 5 bis 8 durch die Mundpropaganda „manipulierte Kontakte“ aus ist der Effekt, der heutzutage mit Twitter, Facebook und Co. erreicht werden kann, um ein x-faches höher (z.B. hat der durchschnittliche Facebooker rund 130 Kontakte).

Eine spannende Herausforderung für die Banken, denn trotz aller Technik und neuer Medien wird auch in Zukunft einer im Vordergrund stehen: der Kunde als Person!