Twitter startet mit seinem neuen Werbeformat  „Promoted Accounts“.
 

Mithilfe eines Algorithmus, der die Interessen der Twitter-User anhand jener Accounts berücksichtigt, denen sie folgen, schlägt das Portal im Bereich „Suggestions for you“ neue Microblogs vor, die die Nutzer abonnieren können. Hier kaufen sich Unternehmen und Werbetreibende künftig gegen Bezahlung ein, um jene User zu erreichen, die sich für ihre Inhalte interessieren könnten. Den ersten Unternehmen ist es lt. Medienberichten bereits möglich sich auf Twitter „prominenter“ zu platzieren.

 

Foto: t3n.de

 

In Zukunft wird Twitter auch „Promoted Tweets“ und „Promoted Trends“ anbieten. Ersteres bedeutet dass Unternehmen gegen Bezahlung Tweets an erster Stelle in der Timeline posten, bei den Trends wird Twitter weltweit bzw. auf Regionen beschränkt „Trending Topics“ an oberster Stelle promoten.

 

Bannerwerbung wird es auch weiterhin nicht auf Twitter geben, da sich der Microblogging-Dienst vor allem auf inhaltsrelevante Werbung konzentriert.

 

Twitter beschreitet hier den schmalen Grat zwischen akzeptiertem Maß an Werbung (Twitter muss sich schließlich auch finanzieren) und Werbekanal (was mittel- bis langfristig bedeuten würde, dass sich User auf Grund des Zuviel an Werbung zurück ziehen).

Gerade die regionale Werbung wäre für Unternehmen (wie Banken)  die mit Social Media umzugehen wissen eine willkommene Möglichkeit, sich von den „Marktbegleitern“ – schönes Wort, habe ich erst vor kurzem als Ersatz für „Mitbewerber“ gehört 🙂  – abzuheben…

 

Warten wir also ab, wie Twitter diese Gratwanderung meistert…