Grafik entnommen aus Taragana-Blog
 
Wie bereits mehrfach erwähnt beschäftige ich mich in meinem Blog vor allem mit dem Einsatz von Social Media in Banken.
 
Gerade in den letzten Tagen habe ich da einige sehr interessante Informationen zusammengetragen, die in diesem Artikel sozusagen gesammelt werden sollen.
 
Da wäre einmal der Artikel im Standard vom 19.5.2010 mit dem Titel „Auf Facebook und Co suchen Banken neue Freunde„.
Leider hat sich die Redakteurin des Standards (Bettina Pfluger) nicht gerade allzu viel Mühe gegeben bei der Recherche und hat gerade einmal die großen Banken „abgeklappert“, die da wären Bank Austria, BAWAG, Erste, Raiffeisen, Österreichische Volksbanken AG (ÖVAG).
Die Frage ist ob der Artikel ein Lückenbüßer war und daher gar nicht mehr gewollt war oder ob die Erstellerin des Artikels so geringe Kenntnisse von Österreichs Bankenwelt hat dass sie meint, alles würde von „oben“ (sprich: Spitzeninstitut) oktroyiert werden.
 
Dabei gibt es bei den Banken doch einige „zarte Pflänzchen“ die in die Social Media hineinwachsen – auch in Österreich!
 
Natürlich nenne ich als erstes Beispiel gerne die Volksbank in der ich arbeite: wir haben vor ca. 2 Monaten eine Facebook-Gruppe gestartet und stehen bereits bei rund 370 Fans. Für eine regionale Volksbank, die sich in 3 Bezirken engagiert doch ein respektabler Wert! http://www.facebook.com/vbsostmk
 
Eine Bank, die meines Erachtens ideal mit dem Thema Social Media umgeht ist die Raiffeisenbank Lustenau. Unter dem Thema „Raiffeisen 2.0“ hat Andreas Liebhart (Marketing- und Vertriebsleiter-Assistent) sowohl Blog, Facebook-Fanpage und Twitter-Account für die RB Lustenau umgesetzt und besetzt somit die – meiner Ansicht nach – derzeit wichtigsten Kanäle der Social Media.
Die Bestätigung, dass diese die derzeit wichtigsten Kanäle sind habe ich mir bei meinen Experteninterview von Ed Wohlfahrt, Social Media-Fachmann aus Klagenfurt, Josef Schrefel, Head of E-Marketing beim Büromöbelhersteller BENE und Philipp Bozenta, Leiter der Abteilung Communications & Public Affairs von Coca Cola (verantwortlich für die Länder Österreich, Schweiz, Slowenien und Ungarn) in den letzten Tagen bestätigen lassen.
 
Weitere interessante Einstiege in die Social Media (zumindest mit einem Facebook-Account) haben die Volksbank Alpenvorland , die ÖVAG mit ihrem Jugendableger AKTIVCard und der Raiffeisenclub Kärnten hingelegt.
 
Aber auch bei unseren deutschen Nachbarn ist „Social Media und Banken“ ein Thema.
Dazu gibt es sogar einen sehr interessanten Blog von Lothar Lochmair, einem bloggenden Journalisten  (oder doch journalistischer Blogger?) der neben den teilweise bereits oben erwähnten österreichischen Banken auch die Raiffeisenbank Eberndorf nennt, welche mit über 2.400 Fans auf ihre Facebook-Fanpage eine beachtliche Resonanz erzielt.
 
Dazu fallen mir noch einige deutsche Banken ein, deren Auftritt in den Social Media für mich sehr interessant zu sein scheint:

Noa-Bank: diese Bank wirbt für ethische Investments, z.B. eben auch auf Facebook mit ihrer eigenen Fanpage

  • GLS-Bank: auch die GLS-Bank setzt die drei derzeit wichtigsten Instrumente mit Blog,  Facebook– und Twitter-Account ein
  • Fidor-Bank: die Fidor-Bank setzt neben den drei Medien Blog, Facebook– und Twitter-Account sogar noch das Medium Video über youtube ein. Genial!
  • Sparkasse Pforzheim Calw: als – aus meiner Sicht – kleinere Bank hat sich die Sparkasse Pforzheim Calw gut mit ihrem Facebook-Account positioniert
  • weitere Banken die zumindest auf Facebook vertreten sind: Quirin-Bank oder z.B. die  Triodos-Bank
    Dass weltweit sehr viele Banken bereits zumindest den Versuch starten mit den Social Media in Kontakt zu kommen kann man ganz leicht mit einer Facebook-Suche belegen (sollte dieser Link nicht funktionieren einfach bei Suche „Bank“ eingeben im „Zeige“-Drop-down-Feld „Dienstleistungen“)
     
    Die Frage ist dann nur noch: ist das eher ein Placebo („Wir sind auch dabei!“) oder wird mit diesem Einsatz wirklich der Weg einer andere Art der Kommunikation mit dem Kunden eingeschlagen? 
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