Wie bereits in einem der vorigen Posts erwähnt wird meiner Meinung nach der Microblogging-Dienst Twitter in Europa den selben Stellenwert erreichen wie er ihn in den USA bereits hat. Hier bewahrheitet sich das übliche Statement: „Was in Amerika gut läuft kommt – zeitlich versetzt – auch nach Europa!“

t3n hat eine Zusammenfassung gebracht, die ich noch auf die wirklich wichtigen Details für Banken reduziert habe – hier die Zusammenfassung der Zusammenfassung:

1. Twitter ist allgegenwärtig

Twitter ist mittlerweile fast genauso bekannt wie das führende Social Network Facebook. 87 Prozent der US-Amerikaner kennen Twitter, Facebook kennen 88 Prozent. 2008 kannten dagegen erst 5 Prozent Twitter. In Jahr später waren es dann immerhin schon 26 Prozent.

2. Twitter kann die Bekanntheit nicht in Nutzerzahlen umwandeln

Auch wenn der Bekanntheitsgrad bei 87 Prozent liegt, so nutzen nur 7 Prozent der US-Bürger Twitter selbst aktiv. Facebook kommt im Vergleich auf 41 Prozent.

3. Für Marken ist Twitter am wichtigsten

Viel wichtiger als absolute Nutzerzahlen ist das Nutzerverhalten. Und hier hat Twitter gerade für Marken die Nase vorne, denn prozentual gesehen folgen nirgendwo anders im Social Web so viele User den Marken. Fast jeder zweite aktive Twitterer folgt einer Marke. Der Durchschnitt im Social Web liegt dagegen nur bei 16 Prozent. Zudem liegen die Twitterati in den USA über dem Bildungs- und Einkommensdurchschnitt. Dadurch werden sie für Marken als Influencer nochmal interessanter.

4. Interaktionen mit Marken

Marken werden nicht nur verfolgt, viele Nutzer interagieren auch mit ihren Marken. 42 Prozent der Befragten gaben an, sie würden via Twitter etwas über die Produkte und Dienstleistungen der Unternehmen lernen. 41 Prozent verbreiten ihre Erfahrungen und Meinungen zu Produkten und 19 Prozent suchen über Twitter nach Supportleistungen.

5. Twitter-User sind mobil

63 Prozent der Twitterati verbinden sich auch von unterwegs mit ihren Social Networks. Nimmt man alle Social-Network-Nutzer zusammen, so kommen sie lediglich auf 34 Prozent mobile Nutzung.

6. Viele sagen lieber nichts

53 Prozent der US-Twitterati haben noch nie einen Tweet abgesetzt, sie nutzen Twitter zur Information.

Download der Studie

Die Studie kann nach einer Registrierung kostenlos heruntergeladen werden. Neben den sieben Fakten von Jay Baer gibt es darin noch viele weitere interessante Fakten. Beispielsweise sind die Location-Based-Services noch gar nicht so bekannt wie man denken würde. Nur 7 Prozent können mit FourSquare, Gowalla oder Brightkite etwas anfangen. Auch sind Twitter-User in den USA offenbar Tech-Nerds, denn ob beim iPhone, iPod oder anderen MP3-Playern, Blackberry oder E-Book-Reader, überall kommen sie auf überdurchschnittliche Werte.

Der interessanteste Punkt für Twitter selbst folgt zum Ende der Studie: Nur 15 Prozent der Befragten würden Twitter nicht mehr nutzen, wenn Twitter geziele Werbung einbauen würde.

Der interessanteste Punkt der Studie von Edison Research unter den oben erwähnten ist Punkt 6 – zumindest für österreichische Banken, die Twitter in Zukunft verwenden möchten.

Sehr wenige nutzen Twitter aktiv indem sie Tweets absetzen – jedoch holt sich ein Großteil der User Informationen aus Twitter. Dabei sind jedoch einige Regeln zu beachten – weitere Informationen finden Sie auch in anderen meiner Posts.